Verschiedene Links rund um Webtechnologien

Hier einige interessante Projekte die in Zusammenhang mit OpenSource, Haskell und Webtechnologien stehen:


Neue Eingabemöglichkeiten... Multitouch mit JavaScript

Mit der neuesten Webkit-Version von Safari kann man Multitouch auch mit dem normalen Desktop simulieren. Was sich dabei für Möglichkeiten bieten, könnt ihr euch in diesem kleinen Video anschauen:


Das Prinzip ist einfach. Man klickt auf ein Bild. Dieser Punkt ist dann der Referenzpunkt. Beim zweiten Klick kann man so das Bild drehen, vergrößern usw. Und alles das mit einem herkömmlichen Browser. Ich freue mich schon auf die Einführung.


WordPress Video Plugin
Weblinks:


CMS-Vergleich

Für alle die sich einmal für oder gegen ein CMS (Content-Mangement-System) entscheiden müssen, gibt es jetzt eine praktische Seite: Auf http://www.cmsmatrix.org/matrix kann man bis zu zehn verschiedene CMS aus einer Liste von über 100 auswählen und diese miteinander vergleichen. Eine sehr praktische Funktion, finde ich.


Fon, die WLan-Gemeinschaft

Bei Fon (www.fon.com) handelt es sich um ein WLan-Gemeinschaft. Vereinfacht funktioniert Fon auf folgende Weise: man wird Teil der Gemeinschaft indem man einen passenden WLan-Router kauft und diesen mit seinem eigenen Internetzugang verbindet. Als Ausgleich erhält man dafür kostenlosen Internetzugang an allen anderen Fon Hotspots weltweit(!).

Ich werde mich in nächster Zeit ein wenig über die Verbreitung von solchen Hotspots schlau machen und dann, wenn ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, auf jeden Fall einsteigen.

Hat vielleicht einer der verehrten Leser schon Erfahrungen mit Fon gemacht, die er mit mir teilen würde?


Brockhaus ab 15. April kostenlos online verfügbar.

Eben habe ich die Meldung gelesen, dass ab dem 15. April die gesamte "Brockhaus Enzyklopädie" mit mehr als 300.000 Stichwörtern online kostenlos angeboten wird. Da ich das für einen beachtlichen Schritt halte und die Qualität der online verfügbaren Lexika damit enorm verbessert wird, halte ich einen Blogeintrag dafür gerechtfertigt. Ich bin gespannt, wie die Klickzahlen auf wikipedia zurückgehen, wenn man einen geprüften Text kostenlos bekommen kann.

Quelle: http://ftd.de/technik/medien_internet/:Brockhaus%20Internet/316489.html


kaioo vs. studiVZ

Die neuen studiVZ AGBs trennen bald die Streu vom Weizen, Gold vom Silber oder Pech und Schwefel... Doch wieso kam erst jetzt dieser gewaltige Aufschrei der Nutzergemeinde? Ich erinnere mich noch als Don Alfonso alle vor dergleichen gewarnt hatte und sehr viele die jetzt wechseln wollen damals meinten "ist mir doch gleich, ob die meine Daten haben oder nicht und was die damit machen. Ich hab sie schließlich selbst online gestellt." Die damaligen Medien berichteten nur von dem Streit der beiden Fronten, nicht aber über die Gefahren selbst.

Nun einige Monate später, kaum einer hat wieder die E-Mail des neuen AGB-Vorschlags gelesen (laut einer Studie lesen nur 7% aller Internetbenutzer das kleingedruckte beim registrieren), berichten die Medien plötzlich negativ über studiVZ und tadeln es für diese neue AGB. Man glaubt es kaum, selbst Spiegel-Online schreibt nun "Riskante Strategie: StudiVZ setzt auf Schnüffel-Werbung". Natürlich lenken die Betreiber des studiVZ sofort ein und versprechen Besserung, die mit den jetzt eingeführten AGBs auch tatsächlich kam. Klar, Werbung braucht ein solches Netzwerk, sonst könnte es sicherlich nicht kostenlos sein. So gut wie jeder von uns hat auch einen Freemail-Account und niemand stört sich an den AGBs von GMail oder web.de bzw. GMX. Doch diese verfahren natürlich ähnliche Strategien. Der feine Unterschied dabei ist jedoch, dass man dort seine Interessen nicht angibt, um neue Freunde zu finden oder damit auch noch der letzte Freund an seinen Geburtstag denkt, sondern man wird bei GMX ganz direkt darauf hingewiesen, man möge bitte seine Interessen angeben, sodass entsprechende Werbung eingeblendet werden kann, wodurch der Dienst finanziert wird. Das vorgehen erscheint einem irgendwie "ehrlicher". Das Ziel ist das gleiche: Gewinnmaximierung!

Just in diesem Moment, in dem die freizügigen studiVZ-Jünger langsam doch ihre Daten anfangen zu löschen, erscheint ein selbsternannter "Retter". Thomas Kreye, ehemaliger Leiter des Business Development von Bertelsmann, erschafft kaioo.com und bezeichnet es als erste echte Social Community im Internet! Einen besseren Startzeitpunkt hätte man sich also nicht aussuchen können. Ob Kreye alte Springer/Bertelsmann-Kollegen durch entsprechende schlechte Presse gegenüber studiVZ und positiver Resonanz gegenüber kaioo geholfen haben, darüber darf spekuliert werden. Die Frage, die sich uns Endbenutzern stellt ist jedoch eine andere:

ist kaioo besser als studiVZ?

Mittlerweile bin ich auch Mitglied von kaioo und muss diesem Portal ein paar Punkte mehr in Bezug Datenschutz geben. Bei der Registrierung wird man nicht sofort nach allen Daten gefragt, sondern nur nach sehr allgemeinen Dingen wie Namen, Geschlecht (das sich aus dem Namen meist sowieso ergibt), Land, Region, E-Mail. Nicht schlecht. Zudem lassen sich in den Einstellungen strengere "Nicht-gesehen-werden"-Regeln einstellen als beim Konkurrenten studiVZ. Natürlich haben gerade diese offenen Regeln zum großen Erfolg des Netzwerks geführt ähnlich wie auch die Offenheit von wikipedia, jedoch sind persönliche Daten mehr als nur "allgemeines Wissen".

Den zweiten und entscheidenderen Punkt bekommt kaioo dafür, dass es nicht nur für Studenten ist, sondern weltweit für alle - das ist mal ein echtes Netzwerk! Ja, es gäbe noch Facebook - doch das läuft auf amerikanischen Servern und Microsoft ist Anteilseigner. Da verspricht alleine das hier geltende deutsche Datenschutzrecht mehr Sicherheit bei StudiVZ...

Nun, im Grunde bleiben alle Netzwerke gleich. Sie leben davon, dass ihre Nutzer ehrlich Daten preisgeben und sie dadurch Geld verdienen. Wenn es aber eine Möglichkeit gibt, dass dadurch soziale Projekte unterstützt werden, ein paar Leute Arbeitsplätze finden und man seine Daten verstecken kann und sie nicht an dritte weitergegeben werden, dann ist das einigermaßen gut und besser sicher als bei anderen Projekten. Wie viel Daten jeder von sich in solchen Netzen wirklich kostenlos und ohne Bedenken für die Zukunft preisgeben will, ist jedem selbst überlassen - ich persönlich bleibe lieber einigermaßen anonym und gebe nicht gleich alles von mir an. Folglich gibt es die krasse Schwarz-Weiß Trennung wie zu Beginn dieses Blogs erwähnt nicht, vielmehr ist es eine persönliche Entscheidung wo und wie viel man von sich gibt.

Screenshots Kaioo: